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29. Oktober 2010

muss kurz nach Tokyo

Heute kann ich nicht so viel schreiben, da ich gleich nach Tokyo muss...der DAAD hat zu einer Veranstaltung eingeladen. Außerdem ist dieses Wochenende Halloween, da passt Tokyo perfekt.....muahahahhaa

28. Oktober 2010

Gerichte aus der Heimat




Vor einigen Wochen hatten mich meine Freunde gebeten, doch mal etwas typisch Deutsches zu kochen. Es ist gar nicht so einfach etwas Typisches, außer Würstchen und Sauerkraut, zu finden, da viele Gerichte Einflüsse aus anderen Ländern haben. Aber das weiß ja hier Gott sei Dank keiner und ich hatte mich für: Kartoffelsalat, Kartoffelsuppe, Bouletten, Königsberger Klopse, Bratkartoffeln, Rouladen und Kartoffel-Hack-Auflauf entschieden. Alles mit DEN zwei typisch deutschen Zutaten: Fleisch und Kartoffeln. Ich habe dabei immer allen versucht zu erklären, dass die Kartoffel unser Reis ist, aber das löste eher Skepsis aus, da es hier nur wenig Kartoffeln gibt und die meisten als Süßkartoffeln in Desserts verwendet werden. Es hat mir riesigen Spaß bereitet mal wieder zu kochen, da ich ja seit 5 Monaten nur mit der Mikrowelle „koche“ und es hat auch alles super geschmeckt. Das meinten zumindest alle und die leeren Schüsseln hatten das auch bewiesen. Am witzigsten war jedoch das Einkaufen vorher. Ich bin mit Etsuko zum Markt, in einen Getränkehandel und danach zur absoluten Reizüberflutung in einen Billigsupermarkt. Dieser hatte mich, was die Farbflut und den Geräuschpegel angeht, eher an eine Pachinkohalle erinnert. Es war gar nicht so leicht richtige Zutaten zu finden, da sich die Japanische Angebotspalette doch schon stark von der Deutschen unterscheidet. Am besten war jedoch  der Kauf der wichtigsten Zutat: Die Kartoffel. Kartoffeln sind hier teuer. Ein 5er Beutel kostet so um die 2 Euro…mit 5er meine ich nicht Kilo sondern Stück! Da alle Gerichte in meiner List mit Kartoffeln waren, fingen wir an Beutel für beutel in den Wagen zu legen. Etsuko war dabei sehr skeptisch. Nach zwei Beutelchen meinte sie: OK?! Ich meinte nur: More! Nach zwei weiteren wieder: OK?! Und schaufelte nur weiter und meinte: More, more, more!

27. Oktober 2010

Ich habe getötet




Mir ist vorgestern das passiert, von dem ich immer schon wusste, dass es eines Tages passieren würde: Ich habe eine riesige Kröte überfahren…ekelig!
Es gibt auf meinem täglichen Arbeitsweg eine relativ dunkle und ruhige Strecke, die an einem Friedhof vorbei führt. Seit 5 Monaten fahre ich dort täglich min. zweimal lang und treffe abends oft auf Kröten, die am Straßenrand sitzen. Ich wusste, dass der Tag kommen würde, wo ich eine solche Kröte mit meinem Rad überfahren würde…das Geräusch der brechenden Knochen höre ich immer noch in meinem Kopf. Das ist auch nicht so, dass man einfach drüber fährt und dann ist gut…Ich bin froh, dass ich mich nicht lang gelegt habe. Der Schreck lässt das Rad schlingern und das Riesenvieh unter dem Rad macht den Rest. Trotzdem habe ich Mitleid mit Mr. Frog. Er war ein guter Frosch. Wir kannten uns erst seit 5 Monaten und daher kann ich nicht viel über sein Privatleben sagen. Jedoch weiß ich, dass er das Leben liebte und es ihn glücklich machte, abends einfach nur bei seiner Familie zu sitzen und Fliegen zu fangen. Ich werde ihn niemals vergessen. Mr. Frog – R.I.P.

Bevor ich ein Bild machen konnte, hatte sich schon eine Katze an Mr. Frog zu schaffen gemacht und seine Überreste verschleppt. Lediglich ein Fleck war übrig...aber darüber werden viele von Euch bestimmt nicht unglücklich sein.

26. Oktober 2010

Nachtrag zu Sapporo

Hier mal der link zu einem Foto (von Jon Siegel) von einem Japaner mit dem Style, den ich oft in Sapporo gesehen habe: Komischer Haarstyle

Imoni-kai




















Imoni ist eine Suppe mit Schweinefleisch, Miso und viel Gemüse und wird traditionell nur im Norden Japans zubereitet. Das besondere daran ist nicht die Suppe, sondern der Fakt, dass man daraus eine große Herstveranstaltung macht und das Zubereiten bzw. essen der Suppe zu einem riesen Grillfest wird in der freien Natur wird. Im Oktober findet quasi jedes Wochenende Imoni statt. Man trifft sich mit seinen Freunden schon morgens und grillt bzw. kocht den ganzen Tag bis es dunkel wird. Dabei wird natürlich auch hin und wieder ein Bier oder Wein o.ä. getrunken, was wahrscheinlich den Hauptgrund des Ganzen ausmacht. Ich hatte mein Imoni hier in Sendai mit allen meinen Freunden um Eriko und Etsuko, die ich als erste im Club ADD kennengelernt hatte. Etsuko besitzt das Café Första hier in Sendai und das ist hier mittlerweile für mich wie das Café in der Serie “Friends“. Wenn ich Zeit habe, gehe ich ins Café zu Etsuko und irgendjemand, den ich kenne, ist immer da und wenn mal nicht, da kann man auch mit anderen Leuten quatschen, sofern das mit dem Englisch klappt.  

25. Oktober 2010

Shabu Shabu












Shabu Shabu ist ein typisches Japanisches Essen, das mir noch in meiner Liste gefehlt hat und ich unbedingt ausprobieren musste. Wir haben dann hier in Sendai ein all-you-can-eat-and-drink in 90 Minuten Shabu Shabu für 40 Euro gemacht. Das Restaurant ist im 4. Stock einen Hochhauses und man sitzt in kleinen separaten Bereichen. Wir haben im Tatamiraum gesessen und mussten daher auch noch die Schuhe am Eingang ausziehen. Beim Shabu Shabu taucht man ganz dünne Rinder- oder Schweinefleischscheiben, Gemüse, Reisnudeln oder Kloßteig in heißes Wasser, lässt es garen und kann es dann mit den Stäbchen wieder raus fischen. Bevor man es isst, taucht man es dann noch in Essig oder Sesamsoßen….sehr lecker. Zum Shabu Shabu kann man dann jedes Mal noch eine zweite heiße Suppe zum Garen bestellen. Einmal hatten wir eine scharfe koreanische Brühe und letztes Mal eine weitere japanische Variante, zu der man rohes Ei bekommt und dann darin das gegarte Fleisch eintaucht bevor man es isst. Ich habe auch nicht geglaubt, was man alles so in 90 Minuten essen kann. Die Kellner, die man mit einer elektronischen Klingel am Tisch ruft, mussten immer und immer wieder neues Fleisch bringen. Das Fleisch ist hier so unglaublich lecker und es gibt auch verschiedene Sorten an Fettgehalt. Ich mag das komplett gemaserte am liebsten, da es besonders Zart ist. Soooo lecker!