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5. April 2011

3. April 2011

Sanssouci (1)












Yesterday, I used the really nice summer weather to show two friends from Finland the castle Sanssouci in Potsdam. I really like it in every season because the scenery looks different each time. It is so relaxing to walk around the park and discover all the unique views, palaces and pavilions in baroque style, Mediterranean and Asian influence as well…kind of fusion architecture! The entire property was actually made for one reason: pleasure!  As its name says: Sans souci – don’t worry…be happy! The absolute right attitude for me.

19. August 2010

Osaka – besoffen und abgebrannt


Von Osaka habe ich eigentlich nicht viel mitbekommen, da ich nur einen Tag Zeit hatte und es eigentlich auch zu heiß war. Daher habe ich den Nachmittag im Hotelpool (mit Badekappe versteht sich) verbracht und bin dann abends ein wenig durch die Stadt gelaufen. Osaka hat bis auf das Schloss und die Universal Studios nicht viel zu bieten. Es wird in meinem Touristenführer sowohl kulturell hinter Kyoto als auch fortschrittlich hinter Tokyo als ewig Zweite gezählt. Ich fand es daher sehr entspannt und die Stadt gibt sich wirklich Mühe, das Image zu verbessern. Alles ist neu, im Aufbau oder wurde gerade mit Grünanlagen verschönert. Daher fehlt es noch etwas an Charakter, aber in ein paar Jahren wird es eine richtig schöne Stadt sein. Osaka hat für mich eh schon gewonnen, da ich dort den einzigen ernstzunehmenden Käseladen gefunden habe. Keine eingeschweißten Käsestückchen und vom hier beliebten Cheesburgerschmelzkäse fehlte auch jede Spur. Dort gab es nur ganze Laibe zu bestaunen. Sie hatten sogar St. André, einer meiner  Lieblingskäse…toll!!! Tagsüber hatte ich auch noch zwei seltsame Begegnungen: Salarymen und Cicada, beide Species treten in Schwärmen auf. Salarymen tauchen plötzlich nach Dienstschluss auf der Straße auf und ein riesiger Schwarm in schwarzen Hosen, pastellfarbenem Hemd und Aktentasche strömt zur U-Bahn, Parkplatz oder Kneipe. Und so plötzlich sie auftauchten, so plötzlich waren sie auch wieder verschwunden. Sie wirkten etwas scheu als ich ein Foto von ihnen machte. Sie hatten bestimmt mehr Angst vor mir als ich vor ihnen! Anders die Cicada …Sie sitzen zu tausenden in den Bäumen und sind riesige hässliche Insekten, die einen unerträglichen Krach veranstalten. Das kann man gar nicht beschreiben, man muss es selbst erleben. Diese Viecher habe ich hier zum ersten Mal gesehen. Es soll sie aber überall in den Tropenräumen geben. In den USA werden sie auch  „Junikäfer“ genannt.   
Abends wollte ich dann mal Shabushabu im Hotel probieren. Nachdem ich dann aber gesehen hatte, dass die Menus ab 80 Euro los gehen, habe ich mich doch für Yakiniku (Tischgrillen) entschieden. Dieses Menu war etwas günstiger und ich hatte u.a. wahnsinnig gutes Rindfleisch dabei…lecker! Das Yakinikurestaurant war im Keller, also wollte ich danach noch etwas höher hinaus und begab mich in die Hotelbar im 30. Stock. Das war vielleicht ein Ausblick! Dort habe ich mich dann direkt an die Bar gesetzt und ein Moscow mule bestellt. Ich meinte dann nur, dass das mein Lieblingsdrink wäre und so kam ich ins Gespräch mit den Barkeeperinnen über Wodka. Ich durfte mir für meinen Drink meinen Lieblingsvodka aussuchen. Ich hatte mich dann für Belvedere aus Polen entschieden und fragte, ob ich vielleicht auch ein wenig davon pur probieren könnte. Während wir dann weiter über Wodka sinnierten, endete ich in einer gratis-Verkostung mit  4 verschiedenen Sorten (Flasche à 40 Euro, außer der Skyy-Wodka) und jedes Mal mit vollen Gläsern. Danach habe ich dann noch Sake aus Osaka probiert. Der wird dir in einem persönlichen Glasflakon auf Eis mit Bambusdekoration serviert. Dazu wird die Megamagnumflasche daneben gestellt und man darf sich noch sein persönliches Trinkgefäß aussuchen. Der Wahnsinn! Da ich dann schon total voll war, habe ich mir dann noch den am bestestensten Watermelonman bestellt, den ich je getrunken habe. Nicht mit Melonensirup oder so… Es wird frische Wassermelone mit etwas Zuckersirup und meinem Lieblingsvodka zerstampft und mit einem einzigen Rieseneisbrocken geschüttelt. Dann wird das Ganze durch ein Sieb in ein einen schlichten Tumbler geseiht und zum Schluss der Eisbrocken hinzugefügt, der dann wie ein Eisberg aus dem Drink schaut. Kein Schnickschnak, keine Zustazstoffe…nur der pure Geschmack…lecker! Am nächsten Morgen habe ich mich dann total verkatert auf meinen spirituellen Weg nach Koyasan ins Onsen…yeah…begeben.
PS: In einem der Bilder habe ich einen AllNipponAirways Jet versteckt!

5. August 2010

Hiroshima – Die Sehenswürdigkeiten


Hiroshima hatte mich vor meinem Trip etwas nervös gemacht, weil ich mich fragte, wie es wohl sein würde und ob es irgendwie ein komisches Gefühl auslöst, aber wenn man dann dort ist, bekommt man absolut keine Vorstellung von dem was dort wirklich passiert ist. Die Stadt ist für japanische Verhältnisse nicht besonders groß, eher verschlafen und alle Gebäude sind nicht besonders alt…klar. Die älteren Leute genießen eine Siesta im kühlen Schatten am Fluss und der Rest flüchtet in die klimatisierten Büros oder Kaufhäuser der Stadt. Mein erstes Ziel war natürlich der Friedenspark mit dem „A-bomb Dome“. Das war die frühere Handelskammer und wurde als einziges zerstörtes Gebäude erhalten und zum Denkmal erklärt. Schockierend wird es dann, wenn man auf den Schautafeln sieht, dass die Handelskammer auch das einzige Gebäude im Umkreis war, das stehen geblieben ist. Im Friedenspark nebenan befinden sind dann ca. 60 andere Denkmäler, die meistens das Wort „peace“ enthalten (Friedensglocke, Friedensmuseum…). Für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten. Das einzig wirklich bewegende Monument war das für ein Mädchen, das nach der Bombe 1000 Papierkraniche falten wollte, aber nach ca. 650 an den Folgen der Bombe gestorben ist. Diese Geschichte hat viele Menschen sehr bewegt, so dass sie für das kleine Mädchen die 1000 Kraniche fertig gestellt haben und falten noch bis heute weitere Kraniche, die am Monument ausgestellt werden. Hiroshima hat auch ein Schloss. Das ist aber auch eine Nachbildung, da das Original wie übrigens sehr viele Schlösser in Japan im Krieg zerstört wurde.

2. August 2010

So, da bin ich wieder….


Melde mich zurück von meiner kurzen Pause und werde in den nächsten Tagen von meinen Erlebnissen berichten. Die letzte Woche war absolute Spitzenklasse. Ich habe so viel erlebt, so viel gesehen, so viele Menschen kennengelernt und vor allem so viele Dinge gemacht, die japanischer nicht sein können, dass ich das erst mal rekapitulieren muss. Aber am besten fange ich mal am Anfang an: Matsumoto!
Ich bin am Samstag mit dem Zug nach Shinjuku (Tokyo) und von dort aus gleich nach Matsumoto, das ca. 2,5 Stunden westlich von Tokyo mit dem Schnellzug entfernt ist. Da ich aber mein Gepäck für eine Woche dabei hatte, wollte ich die 30min Aufenthalt am Shinjuku-Bahnhof nutzen, um meine Reisetasche in einem Gepäckfach los zu werden…keine Chance! Ich habe irgendwo gelesen, dass Shinjuku weltweit der Bahnhof mit dem größten tgl. Fahrgastaufkommen von mehreren Millionen  ist. Als ich merkte, dass jedes Gepäckfach besetzt ist, habe ich das sofort geglaubt. Also musste ich meine Tasche mit nach Matsumoto nehmen und ich hasse unnötigen Ballast.  In Matsumoto habe ich dann erst mal ein Gepäckfach gesucht und auch sofort eines gefunden. 500 Yen, ok… egal und eine 500 Yen-Münze hatte ich sogar auch dabei. Aber die Münze wollte einfach nicht in den Schlitz passen und ich hatte schon an meinen motorischen Fähigkeiten gezweifelt (bei der Hitze wäre das auch entschuldbar). Dann bemerkte ich, dass der Automat nur 100 Yen-Stücke akzeptiert…wie doof ist das denn? Naja, ich habe dann einen japanischen Opa  gebeten, mal in sein Portemonnaie zu schauen, ob er mir die 500 Yen klein machen kann. Es hat nicht ganz gereicht, aber egal …ich hatte ja noch eine 100 Yen-Münze extra in der Tasche. Mein einziges Ziel war, endlich die schwere Tasche loszuwerden. Deutlich erleichtert konnte ich mir dann endlich Matsumoto anschauen. Ich bin eigentlich nur dorthin gefahren, da es dort neben Himeji  das einzige original erhaltene Schloss gibt. Da das Himejischloss gerade renoviert wird, war also Matsumoto dran. Das Schloss ist nicht so groß, aber wirklich beeindruckend wie man auf den Bildern vielleicht erkennen kann. Im Schloss konnte man bis nach ganz oben in den sechsten Stock klettern, ja klettern, da die Stufen der Treppen unmenschlich hoch und steil sind. Ich weiß nicht, wie die kleinen Japaner das früher gemacht haben. Zumindest konnte man sicher sein, dass auch der Feind nicht so leicht nach oben kommt. Viel mehr hat Matsumoto allerdings nicht zu bieten. Im Reiseführer wird es mit nur 200000 Einwohnern als sehr verschlafen beschrieben und damit haben sie auch recht, aber die Stadt ist so sauber und alles ist neu gemacht. Es wirkte fasst so, als wäre die Stadt erst vor ein paar Jahren komplett neu mit traditionellen und modernen Gebäuden errichtet worden. Ich fand es eigentlich ganz schön und recht gemütlich. Leider hatte ich nicht soviel Zeit, da ich am Abend wieder zurück in Tokyo sein musste, um das sündige Nachtleben in Shinjuku zu erleben. Dazu morgen mehr…