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5. November 2010

Partybilder auf Tokyo Dandy



(pictures by tokyodandy.com)
Ich habe die ersten Bilder der Trump Room Party gefunden. Ich finde, dass ich im Vergleich zu den anderen leider nicht so gut getroffen bin, obwohl mich Dan von Tokyo Dandy mehrmals fotographiert hat. Wahrscheinlich weil er dabei auch soviel geredet hat und die ganze Zeit meinte, wie f****geil mein Kostüm doch wäre. Naja, zumindest sieht man aber wie cool, bunt und kreativ diese Parties sind und ich bin verdammt nochmal im wichtigsten Partyblog Japans....yipppeeee! Mehr Bilder auf: Tokyodandy


4. November 2010

Die versteckten Gassen von Shinjuku











Jedes Mal wenn ich in Shinjuku übernachte finde ich neue schöne Orte. Ich kann gar nicht glauben, dass mein erster Eindruck so schlecht war. Dieses Mal war ich ja wieder mitten im Hotspot und kaum schaue ich im Hotelflur aus dem 11. Stock, sehe ich direkt dahinter vier kleine Gassen versteckt hinter einer Mauer. Als ich sie mir näher anschaute, dachte ich, ich wäre nicht mehr im modernen Shinjuku. Diese kleinen Gassen entsprechen meinem Bild von einer asiatischen Stadt. Kleine alte Häuschen links und rechts in einer Reihe, getrennt von einer schmalen Gasse. Überall hängen Schilder und dazwischen trocknet die Wäsche…toll! Tagsüber war es dort wie ausgestorben, aber am Abend entpuppten sich die Gassen als urigen Kneipenecke…nah an Shinjukus Megatrubel, aber doch weit genug weg, um es etwas ruhiger angehen zu lassen. Die unteren Etagen der Häuser bestanden fast nur aus Türen, die in winzige Bars, Kneipen oder individuell eingerichtet Restaurant führten. Zwischen diesen Türen waren Türen, die jeweils über eine steile Treppe in die Bars der zweiten Etagen führten. Somit war mich auch klar, warum dieses kleine Viertel am Tag so verlassen war. Dort wohnt niemand. Es wirkte glatt so als würde ich mich in einem riesigen Adventskalender befinden. Jede Tür verbirgt ein anderes Geheimnis. Ab und zu öffnete sich dann mal eine Tür und eine Hexe oder ein Kürbis (es war schließlich Halloween) huschte von der einen zur nächsten Bar.

2. November 2010

Kabuki-Cho










Da ich mal wieder relativ kurzfristig nach Tokyo reisen musste, habe ich natürlich wieder kein Hotel in Shibuya bekommen und musste wieder auf Shinjuku ausweichen. Dieses Mal war ich wieder mitten im Amüsierviertel mit seinen Girlsclubs und Bars. Aber dafür war mein Hotel der Hammer. Es war das erste Mal, dass ich wirklich rundum zufrieden war. Es war das Best Western und ich dachte immer, dass es ziemlich einfache Hotels wären, aber da habe ich mich getäuscht. Die gesamte Einrichtung war sehr edel, trotzdem schlicht mit braunem Marmor, Spiegeln und asiatischen Dekorationen. Normalerweise hat man in Tokyo oft ein Zimmer mit Ausblick auf eine Wand, wegen des Platzmangels. Mein Zimmer hatte jedoch Ausblick auf die Skyline von Shinjuku und war wirklich einmalig. Dazu war die Zimmerausstattung der Hammer. Alles war braun, beige und satiniertem Glas gehalten. Ich hatte sogar eine Recamiere, um den Ausblick genießen zu können. Das Badezimmer war sehr modern mit indirekter Beleuchtung, beheiztem Spiegel, die immer wieder so geliebte Waschschale und eine weiße Badewanne, die das Badewasser blau-türkis erscheinen lässt.  Ich war begeistert…wäre der Taifun direkt über Tokyo gezogen, hätte ich kein Problem gehabt, den Tag auf dem Zimmer zu verbringen und den strömenden Regen zu beobachten.

1. November 2010

Taifun in Tokyo?!








Ich bin zurück von einem super Halloweenpartywochenende in Tokyo. Zwei coole Parties, zwei ausgefallene Kostüme und der Mittelpunkt war mir sicher, aber dazu mehr in den nächsten Tagen. Ich erinnere mich, dass ich in der letzten Woche darüber nachgedacht hatte, dass ich gar keinen Taifun mit erlebt hatte. Das fand ich nicht schlimm, aber ewas neugierig war ich trotzdem.
Freitag bin ich ja dann zum DAAD nach Tokyo gefahren, um bei der Einführungsveranstaltung für mich und alle anderen neuen Stipendiaten in Japan teilzunehmen. Leider bin ich ja nicht mehr ganz so neu und daher war die ganze Sache nicht ganz so aufregend wie vielleicht für die anderen Teinehmer. Ich bin jedoch erstaunt, was die Leute um den DAAD alles leisten und wie sie sich während des Stipendiums und sogar danach um die Stipendiaten kümmern. Außerdem ist im Büro des DAAD Tokyo jeder Deutsche herzlich Willkommen, auch wenn er durch andere Organisationen gefördert wird....zwei Daumen hoch für den DAAD.  Bei diesem Treffen hörte ich jedenfalls, dass eine Stipendiatin wegen eines Taifuns über Okinawa nicht kommen konnte. Später sah ich dann in den Nachrichten im Fernsehen überall Berichte über den Taifun, der sich auf Tokyo zubewegt. Taifun bedeutet Wind und Regen...viel Wind und viel Regen...sehr sehr starker Regen. Ich war gespannt, ob ich mein Wochenende auf dem Hotelzimmer verbringen  würde. Samstag hat es dann den ganzen Tag geregnet...in vertretbarer Stärke, aber kontnuierlich und ich war gar nicht darauf eingestellt. Ich hatte lediglich Stoffsneakers bei mir! Ich habe mich jedoch nicht abschrecken lassen und bin zur Akihabara gefahren. Das ist die Straße, wenn es um billige Elektronik, Schmuddelfilme und Cosplay geht. Das Elektronikangebot ist schon überwältigend und schlüpfrige Filmchen gibt es auch überall, sogar teilweise auf 5 Etagen verteilt. Das Interessanteste für mich allerdings waren die Maid Cafés: Dort kann man einen Kaffee trinken oder was essen und wird von seiner persönlichen devoten Dienerin im Dienstmädchen-, Hawaii- oder auch Katzenoutfit bedient. Ich hätte schon gerne gesehen, wie es drinnen so aussieht und wer da so alles ist. Aber wie so vieles hier, sind diese Cafés nicht einsehbar und wenn man drin ist, darf man auch keine Fotos machen. Schade, aber vor den Cafés machten die angehörigen Maids kräftig Werbung. Durch den Regen war sicher alles etwas eingeschränkter als sonst, aber interessant war es trotzdem. Nur ich war an den Füßen komplett durchgeweicht...aber das Zentrum des Taifuns blieb mir erspart! 

4. Oktober 2010

Shimo Kitazawa











Am Sonntag nach meinem Clubausflug als Indianer habe ich noch das Viertel Shimo Kitazawa besucht. Es liegt westlich von Shibuya und ist eher ein alternatives -/ Hippieviertel mit vielen Shops, Restaurants und Bars. Ich bin ja nicht so ein besonderer Hippiefan, aber Shimo Kitazazwa ist wirklich ein Viertel, indem ich mir vorstellen könnte, zu leben. Es gibt nur wenige Touristen. Die Geschäfte sind eher auf Japaner eingestellt und verkaufen viel Second Hand Artikel. Das Schöne daran, ist die entspannte Atmosphäre und die einzigartig gestalteten Läden. Kein Stress, keine Hektik…jeder genießt den Tag und macht eben das was er machen möchte. Außerdem haben mir die Restaurants und Bars gefallen, da viele Livemusik anbieten und man konnte an jeder Ecke eine andere Stilrichtung hören. Das ganze Leben spielt sich rund um den Bahnhof ab. Südlich davon gibt es eher Second Hand Shops und Märkte. Im Norden gibt es dafür sehr westlich gestaltete Geschäfte, die besonders Kreativ und individuell eingerichtet sind und einen Kontrast zum gewohnten Stadtbild Tokyos bieten.

30. September 2010

Shinjuku schon wieder....











Eigentlich wollte ich ja für mein Cluberlebnis in Shibuya übernachen, aber zum Wochenende ist  immer jedes Hotel restlos ausgebucht. Also blieb mir nur Shinkjuku übrig, da es am nächsten gelegen und bezahlbar war. So hatte ich aber die Chance mir einen wichtigen zweiten Eindruck vom Banken- und Amüsierviertel zu holen. Beim ersten Mal hatte ich ja dort im KabukiCho Viertel übernachtet und fand mich mitten im Rotlichtviertel wieder. Dem entsprechend war auch mein Eindruck von Shinjuku. Dieses Mal aber war ich am südlichen Ende des Bahnhofs einquartiert und habe so die schönen Seiten des Viertels kennen lernen können. Westlich liegt der Wolkenkratzer District mit seinen vielen leuchtenden Hochhäusern, Banken und Bürotürmen. Östlich vom Bahnhof gibt es unzählige Shops, Kaufhäuser, Restaurants und Bars. Am Besten fand ich jedoch den südlichen Bereich nahe meines Hotels. Dort wurde quasi über dem Bahnhof eine riesige Terrasse gebaut, auf der man Restaurants und einige wenige Shops findet. Dadurch ,dass die Fläche erhöht gebaut ist, hat man den ganzen Tag Sonne und kann bei einem Kaffee entspannen oder, wie so viele, einfach nur auf den viele Bänken sitzen und die Welt vorbei ziehen lassen.