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11. November 2010

Was macht man in Japan Werktags um 2 Uhr morgens?




















Nach dem Jakobmuschel Dinner sind wir dann in den Club ADD gegangen. Es war so gegen 23 Uhr und es war noch niemand weiter da…Es sollte dann leider auch so bleiben. Das coole daran war aber, dass wir vier somit den gesamten Club plus 3 super DJs für uns allein hatten. So konnten wir ausgelassen tanzen, mussten nicht an der Bar anstehen und konnten auch nach Lust und Laune zu den DJs gehen, um uns das Ganze von Nahem anzuschauen. Eriko meinte auch, dass sehr eine DJ ein sehr bekannter Mann in Europa wäre und auch ziemlich teuer…hmmm keine Ahnung, aber er hat gute Stimmung gemacht, obwohl er ziemlich fertig aussah. Gegen 1.30 Uhr war Eriko dann müde und ist nach Hause gegangen. Wir drei anderen blieben noch und begannen zu scherzen, was man denn noch so um 2 Uhr morgens machen könnte… und plötzlich standen wir in einer Karaokebox in der Innenstadt und sangen bis um 5 Uhr morgens. Es ist nicht so, dass wir die einzigen waren. Ich hatte ja schon einmal von Karaokekan berichtet und es ist ein Hochhaus mit weit über 100 Boxen. Als wir gegen 5 Uhr gingen, waren sämtliche Boxen auf unserer Etage noch belegt. Das war ein Abend nach meinem Geschmack…ich will mehr davon!

4. November 2010

Die versteckten Gassen von Shinjuku











Jedes Mal wenn ich in Shinjuku übernachte finde ich neue schöne Orte. Ich kann gar nicht glauben, dass mein erster Eindruck so schlecht war. Dieses Mal war ich ja wieder mitten im Hotspot und kaum schaue ich im Hotelflur aus dem 11. Stock, sehe ich direkt dahinter vier kleine Gassen versteckt hinter einer Mauer. Als ich sie mir näher anschaute, dachte ich, ich wäre nicht mehr im modernen Shinjuku. Diese kleinen Gassen entsprechen meinem Bild von einer asiatischen Stadt. Kleine alte Häuschen links und rechts in einer Reihe, getrennt von einer schmalen Gasse. Überall hängen Schilder und dazwischen trocknet die Wäsche…toll! Tagsüber war es dort wie ausgestorben, aber am Abend entpuppten sich die Gassen als urigen Kneipenecke…nah an Shinjukus Megatrubel, aber doch weit genug weg, um es etwas ruhiger angehen zu lassen. Die unteren Etagen der Häuser bestanden fast nur aus Türen, die in winzige Bars, Kneipen oder individuell eingerichtet Restaurant führten. Zwischen diesen Türen waren Türen, die jeweils über eine steile Treppe in die Bars der zweiten Etagen führten. Somit war mich auch klar, warum dieses kleine Viertel am Tag so verlassen war. Dort wohnt niemand. Es wirkte glatt so als würde ich mich in einem riesigen Adventskalender befinden. Jede Tür verbirgt ein anderes Geheimnis. Ab und zu öffnete sich dann mal eine Tür und eine Hexe oder ein Kürbis (es war schließlich Halloween) huschte von der einen zur nächsten Bar.

26. Oktober 2010

Imoni-kai




















Imoni ist eine Suppe mit Schweinefleisch, Miso und viel Gemüse und wird traditionell nur im Norden Japans zubereitet. Das besondere daran ist nicht die Suppe, sondern der Fakt, dass man daraus eine große Herstveranstaltung macht und das Zubereiten bzw. essen der Suppe zu einem riesen Grillfest wird in der freien Natur wird. Im Oktober findet quasi jedes Wochenende Imoni statt. Man trifft sich mit seinen Freunden schon morgens und grillt bzw. kocht den ganzen Tag bis es dunkel wird. Dabei wird natürlich auch hin und wieder ein Bier oder Wein o.ä. getrunken, was wahrscheinlich den Hauptgrund des Ganzen ausmacht. Ich hatte mein Imoni hier in Sendai mit allen meinen Freunden um Eriko und Etsuko, die ich als erste im Club ADD kennengelernt hatte. Etsuko besitzt das Café Första hier in Sendai und das ist hier mittlerweile für mich wie das Café in der Serie “Friends“. Wenn ich Zeit habe, gehe ich ins Café zu Etsuko und irgendjemand, den ich kenne, ist immer da und wenn mal nicht, da kann man auch mit anderen Leuten quatschen, sofern das mit dem Englisch klappt.